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Gastronomischer Rundgang
In dieser einzigartigen Talebene zwischen dem Monte San Vicino im Osten, der Bergkette der Monti Sibillini im Süden und von den Windungen des Flüsschens Esino gekennzeichnet, erstreckt sich das Herstellungsgebiet des Verdicchio DOC von Matelica. Die hervorragende Lage der Weinberge, die stetige Brise, die Helligkeit und die Wärme tragen zur Bildung eines optimalen Milieus für den Wachstumskreislauf der Weinrebe bei. Das geschickte Wirken der Erzeuger, das auf die Intensivierung seines typischen Charakters zielt, und die Nutzung modernster Technologien der Weinherstellung haben den Verdicchio von Matelica auf höchstes Niveau der nationalen Weinbaukunde gebracht.
Die besondere landschaftliche Gestalt bot schon immer geeignete Umweltbedingungen für die Viehzucht und auch heute noch sieht man auf den Weiden die Rinder der hochwertigen Rasse „Marchigiana“ oder Schafe der Zuchtrasse „Fabrianese“.
Besondere Erwähnung verdienen die Schweine, denn auch wenn die ursprünglich ortsansässigen Rassen gänzlich verschwunden sind, so ist doch die traditionelle Vorliebe nach ihrem Geschmack geblieben. Keinesfalls dürfen Sie deshalb die Gelegenheit verpassen, die „Ciauscolo“, eine sehr schmackhafte, streichfähige Wurst oder die Salami „Lardellato“, die „Coppa“, die Lonza oder die „Salame di fegato“ (Lebersalami) zu probieren.
Matelica ist auch die Stadt des Honigs. Die Gewinnung unseres Honigs erfolgt im oberen Tal des Esino zwischen Hügeln, Feldern, Wäldern und kleinen Wasserläufen in einer noch weitgehend unberührten Natur. Hervorragend sind die Honigarten „millefiori“ (aus verschiedenen Blüten) und „monofloreale“ (d.h. aus einer Blütenart). Der charakteristischste Honig der Umgebung ist aber der „Melata di Quercia“, ein sehr geschätzter bitterer Honig.
In den Restaurants werden Sie viele Gerichte der bäuerlichen Tradition finden. Als erste Gänge fallen Ihnen sofort die „vincisgrassi“ (eine Art Lasagne) und die „tagliatelle della trebbiatura“ (Nudeln nach Art der Weinlese, mit Ente) ins Auge.
Als zweiten Gang können Sie beispielsweise zwischen „coniglio in porchetta“ (mit Fenchel gefülltes Kaninchen), „pollo in potacchio“ (Brathuhn mit Zwiebeln und Peperoncino) oder der „Coratella d’agnello“ (Lamminnereien) wählen. Unter den Süßspeisen verführen die „crescia fojata“, ein Strudel mit Nüssen, Rosinen, getrockneten Feigen und Äpfeln, die “frustenga“, ein Kuchen, der die sehr süße „sapa“ (kondensierter Traubenmost) enthält und letztendlich die weiße, sehr mürbe und leichte „ciambella di Pasqua“.
Wenn Sie die landestypischen Produkte und Weine kennen lernen und probieren möchten, dürfen Sie einen Besuch in der Enoteca Comunale (Weinprobierstube), die sich an der einstmals so genannten Loggia del Pesce befindet, nicht verpassen. Sie ist täglich außer Montag geöffnet und steht für Weinproben, Informationen und Einkäufe zur Verfügung. An sie angeschlossen ist das Centro Italiano d’Analisi Sensoriale (Zentrum für Geschmacksanalyse), in dem dank fortschrittlichster Technologien und qualifiziertem Personal Tests zur Qualitätsbestimmung und zur Gebietszugehörigkeit von Weinen und Lebensmitteln durchgeführt werden.













